Freistaat gewährt Zuschuss von über 12 Millionen Euro für Donauklinik
Sehr gute Nachricht für die Kreisspitalstiftung Weißenhorn: Der mit Gesamtkosten von 20,5 Millionen Euro geplante Bauabschnitt (BA) IV der Donauklinik Neu-Ulm wird vom Freistaat Bayern mit 12,43 Millionen Euro bezuschusst. Der Bayerische Ministerrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, den Ersatzneubau des Bettenhauses an der Donauklinik mit dieser Fördersumme in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2011 aufzunehmen. „Das ist die Entscheidung, die wir uns erhofft haben“, reagierte Landrat Erich Josef Geßner hocherfreut. Stiftungsdirektor Konrad Hunger und Direktor Ernst Peter Keller sind sehr zufrieden mit dem Kabinettsbeschluss, der für die Bemühungen um den Abschluss der Sanierung der Donauklinik belohnt. Der 13. Juli 2010 sei ein „guter Tag für Neu-Ulm und den Landkreis“.
BA IV sieht nach den grundsätzlichen Planungen von Architekt Herbert Fukerider (Nürnberg) vor, für zusammengerechnet 18,5 Millionen Euro einen quaderförmigen, viergeschossigen Anbau an den Hauptverkehrsknoten der Donauklinik anzufügen und mit einem ebenfalls viergeschossigen Rundbau abzuschließen. Außerdem ist geplant, die bestehende Tiefgarage für 2 Millionen Euro zu erweitern. Im Gegenzug soll der so genannte Längsbau aus dem Jahr 1972 weichen.
Im ersten Schritt von BA IV ist vorgesehen, einen Teil des Längsbaus (5 bis 6 Achsen) abzureißen und an dessen Stelle mit dem Neubau des „Bettenrundlings“ zu beginnen. Der Rundbau soll dann über den noch bestehenden Südflügel an das Hauptgebäude angeschlossen werden. Während der etwa zweijährigen Bauzeit des zweiten Rundbaus werden im ersten Bettenrundbau, der bereits im Zuge von Bauabschnitt I Ende der 1980er-Jahre realisiert worden ist, und im noch nicht abgerissen Teil des Längsbaus stets die volle Kapazität von 170 Betten zur Verfügung stehen.
Nach Fertigstellung des zweiten Rundlings werden darin die zentrale Apotheke mit integriertem Logistikzentrum für die drei Kliniken der Kreisspitalstiftung (im Untergeschoss), das Labor, die Physikalische Therapie und die Verwaltung (im Erdgeschoss) sowie die Pflegestationen 2, 4 und 6 (im 1. und 2. Obergeschoss) untergebracht. Im zweiten Schritt von BA IV soll der bis dato verbliebene Teil des Längsbaus vollständig entkernt und neu aufgebaut werden. Nach der Fertigstellung werden dort Funktionsbereiche sowie Ein- und Mehrbettzimmer nutzbar sein.
Im abschließenden dritten Schritt soll dann der Südflügel komplett abgerissen werden. Im Gegenzug ist geplant, den Erweiterungstrakt der Tiefgarage mit weiteren Stellplätzen zu bauen und die Außenanlagen zu gestalten.
Der Krankenhausausschuss hat am 8. Juli 2009 der geschilderten Planung für BA IV einhellig zugestimmt. Nachdem nun auch der staatliche Zuschuss in der erhofften Höhe bewilligt ist, steht der Komplettierung der vor 23 Jahren begonnenen Generalsanierung der Donauklinik nichts mehr im Wege.
Erich Josef Geßner, der 1987 beim Spatenstich zu Bauabschnitt I noch Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion war, freut sich insbesondere darüber, dass er jetzt als Landrat das Gesamtprojekt zum Abschluss bringen kann.


