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Informationen zu Untersuchungsverfahren

Konventionelle Radiographie

Wann wird eine konventionelle Radiographie durchgeführt?

Die Haupteinsatzgebiete der konventionellen Radiographie liegen heute in der Diagnostik von krankhaften Veränderungen der Lunge (z.B. Lungenentzündungen, Tumoren, Lungengerüstveränderungen), der Beurteilung der Herzkonfiguration sowie in der Erkennung von Erkrankungen des Skelettsystems (z.B. Knochenbrüche, degenerative Veränderungen).

Wie funktioniert die konventionelle Radiographie?

Mittels einer Röntgenröhre werden Röntgenstrahlen erzeugt. Diese werden anschließend über Blendensysteme auf die zu untersuchende Körperregion eingegrenzt, sodass die übrigen Körperteile nicht dem Strahlenfeld ausgesetzt sind.

Nach Eindringen der Strahlen in den Körper werden sie durch die verschieden Dichten des Gewebes mehr oder weniger stark abgeschwächt. Kompaktes Gewebe wie Knochen oder Fremdmaterialien wie Prothesen weisen eine sehr hohe Dichte auf und absorbieren einen hohen Strahlenanteil, während beispielsweise Lungengewebe aufgrund seines hohen Luftanteils eine nur geringe Absorption zeigt.

Auf der Gegenseite werden die unterschiedlich abgeschwächten Strahlen von einem Detektor (Speicherfolie oder digitale Detektoren) erfasst.

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht notwendig. Vor der Untersuchung sollten alle äußerlichen Gegenstände aus dem Untersuchungsgebiet entfernt werden (z.B. BH- Bügel, Schmuck, Gürtel usw.), um eine Überlagerung zu vermeiden. Hierbei helfen Ihnen unsere MTR- Assistenten.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Entsprechend der zu untersuchenden Körperregion erfolgt die Aufnahme im Stehen oder Liegen, wobei die Körperregion durch die MTRA in standardisierte Positionen gebracht wird.

Strahlensensible Körperregionen werden zusätzlich durch Bleischürzen geschützt.

Da es sich bei der konventionellen Radiographie um eine Projektionsaufnahme handelt, ist es häufig nötig, eine weitere Aufnahme in einer anderen Projektionsebene zu erstellen, um Strukturen räumlich zuordnen zu können.

Computertomographie (CT)

Wie funktioniert die Computertomographie?

Die Computertomographie basiert auf dem Prinzip einer um den Patienten kreisenden Röntgenröhre, während sich der Untersuchungstisch langsam bewegt.

Von Detektoren auf der Gegenseite der Röhre werden die vom Gewebe des Patienten mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Computer zur weiteren Bearbeitung übertragen.

Moderne Geräte mit mehreren Detektorenreihen können gleichzeitig mehrere Schichten erfassten, was den Ablauf der Untersuchung erheblich beschleunigt. Die Patienten profitieren hiervon durch kürzere Untersuchungszeiten, aber auch von der Möglichkeit einer genaueren Diagnostik bewegter Körperteile (z.B. das schlagende Herz).

Der gewonnene Volumendatensatz lässt sich daneben mittels herkömmlicher axialer Schnittbilder visualisieren oder in jeder beliebigen Ebene (MPR) oder als 3D- Abbildung rekonstruieren und darstellen.

Einige Untersuchungen setzten die Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel voraus. Dieses wird in der Regel über eine Vene in der Ellenbeuge vor bzw. während der Untersuchung appliziert und dient zur Darstellung unter anderem von Blutgefäßen und Parenchymorganen.


Wann wird eine Computertomographie durchgeführt?

Kopf

  • Diagnostik von Hirnblutungen und Schlaganfällen
  • Schädel- Hirn- Traumata (z.B. Schädelfraktur)
  • Hirntumore
  • altersbedingte Veränderungen der Hirnsubstanz


Hals

  • Lokalisation und Ausdehnung von Tumoren
  • Detektion von vergrößerten Lymphknoten (Lymphomen)
  • Traumata oder degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule
  • Darstellung der Halsgefäße


Brustkorb

  • Lokalisation und Ausdehnung von Lungentumoren
  • akute und chronische Entzündungen und Veränderungen der Lunge (z.B. Lungenfibrose)
  • Darstellung der Hauptschlagader (Aorta)
  • Traumata des Brustkorbs
  • Traumata oder altersbedingte Veränderungen der Brustwirbelsäule
  •  Untersuchungen des Herzens (Cardio-CT)

Abdomen

  • Erkrankungen der Oberbauchorgane, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenwegen und Nieren (z.B. Entzündungen, Tumore)
  • Z.n. stumpfem Bauchtrauma mit Abklärung der abdominellen Organe
  • Diagnostik des Magen- Darm- Trakts (z.B. Tumore, Entzündungen, CT- Kolonographie)
  • Darstellung der großen und mittleren Bauchgefäße (Aneurysma, Stenose, Ischämie)
  • Verletzungen oder altersbedingte Veränderungen der Lendenwirbelsäule und des Beckens

Extremitäten

  • Verletzungen und altersbedingte Veränderungen des Skeletts.


Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Bei kontrastverstärkten Computertomographien kommt jodhaltiges Kontrastmittel zum Einsatz, welches über eine periphere Vene injiziert wird. Im Vorfeld sollten bei solchen Untersuchungen folgende Fragen geklärt werden:


Liegt eine normale Nierenfunktion vor?

Da der größte Teil des Kontrastmittels über die Nieren ausgeschieden wird, sollte bei bekannter eingeschränkter Nierenfunktion aktuelle Blutwerte (eGFR und Kreatininwert), der nicht älter als vier Wochen ist, vorliegen. Ggf. muss vor der Untersuchung durch verschiedene Maßnahmen die Nierenfunktion verbessert bzw. stabilisiert werden.

Metforminhaltige Medikamente sollten wenn möglich zwei Tage vor und nach der Kontrastmittelgabe abgesetzt werden.


Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor?

Da das Kontrastmittel jodhaltig ist, könnte bei Schilddrüsenüberfunktion diese weiter verschlechtert werden. Deshalb sollte bei bekannter Funktionsstörung der Schilddrüse im Vorfeld aktuelle Schilddrüsenparameter (T3, T4, TSH) bestimmt werden. Ggf. ist eine medikamentöse Vorbehandlung der Schilddrüse erforderlich.


Besteht eine bekannte Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel?

Bei bekannten allergischen Reaktionen ist ggf. im Vorfeld eine Gabe von antiallergischen Medikamenten notwendig. Bitte geben sie ihre Allergien an.

Sie sollten daher unbedingt vor der Untersuchung ihren behandelnden Arzt oder dem aufklärenden Radiologen bekannte Vorerkrankungen mitteilen um ggf. entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Bei vielen Untersuchungen des Magen- Darm- Traktes ist es notwendig, vor der Untersuchung Flüssigkeit (in der Regel Wasser) zu trinken, um die Strukturen des Magen- Darm- Traktes besser darstellen zu können. Dies wird Ihnen vor der Untersuchung entsprechend mitgeteilt.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt im Liegen, in der Regel in Rückenlage auf einem Untersuchungstisch. Während des Untersuchungszeitraumes und insbesondere beim Fahren des Tisches sollte der Patient möglichst ruhig liegen, um Bewegungsartefakte zu vermeiden. Bei Untersuchung des Brustkorbs und des Bauchraumes werden häufig Atemkommandos erteilt.

Während der Kontrastmittelinjektion verspüren viele Patienten ein Wärmegefühl und es kann ein metallischer Geschmack im Mund auftreten. Beides ist völlig harmlos und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.

Bei Untersuchungen des End- und Dickdarmes ist es zum Teil notwendig vor der Untersuchung über ein kleines Darmrohr Wasser in den Enddarm zu injizieren, um die Darmstrukturen besser von umgebendem Gewebe abgrenzen und das Darmlumen besser beurteilen zu können.

CT-Kolonographie

(Darmspiegelung mittels Computertomographie)

Wie funktioniert die CT-Kolonographie?

Mit der modernen Technik des Multidetektor- Spiral- Computertomographen sind Untersuchungen des Dickdarms möglich.

Hierzu werden Querschnittsbilder des Bauchraumes angefertigt. Aus diesen Bildern wird mit Computerunterstützung eine so genannte „virtuelle Endoskopie“ berechnet.

Diese ermöglicht es dem Untersucher, den Darm von innen – vergleichbar der Darstellung mit einem Endoskop bei der Darmspiegelung – zu betrachten und auf Veränderungen wie z.B. Tumoren oder Polypen zu untersuchen.

Die Genauigkeit des Verfahrens für die frühzeitige Erkennung von Polypen und Tumoren ist mit der üblichen Darmspiegelung vergleichbar. Für beide Untersuchungen ist eine Vorbereitung zur Reinigung des Darmes notwendig.

Wann wird eine CT-Kolonographie durchgeführt?

Die „virtuelle Endoskopie“ ist ein diagnostisches Verfahren und dient hauptsächlich der Vorsorge. Die Untersuchung kann u. a. bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:

- Vorsorgeuntersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge
- bei nicht durchführbarer konventioneller Endoskopie
- Verlaufskontrolle nach Kolonkarzinom

Die CT- Kolonographie ist nicht geeignet bei akuten Erkrankungen (z.B. Blutungen) die nur mit Hilfe der konventionellen Endoskopie behandelt werden können (z.B. Blutstillung). Werden bei der Untersuchung z. B. Polypen oder Tumoren entdeckt, so müssen diese mit einem anderen Verfahren - z. B. einer üblichen Darmspiegelung - entfernt bzw. behandelt werden.

Was ist vor und während der Untersuchung zu beachten?

Die Vorbereitung beginnt am Tage vor der Untersuchung. Sie dürfen dann keine festen Speisen mehr zu sich nehmen und sollten viel Flüssigkeit trinken. Zusätzlich wird der Darm mit einem Abführmittel gereinigt.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Zur Entspannung des Darmes wird kurz vor der Untersuchung Buscopan i.v. injiziert.

Die CT- Untersuchung wird nach Auffüllung des Dickdarms mit Raumluft über ein kleines Darmrohr durchgeführt und dauert ca. 2 x 10 bis 15 Sekunden. Während dieser Zeit müssen die Patienten die Luft anhalten können.

Üblicherweise ist die Untersuchung nicht mit Schmerzen verbunden.

Inklusive Vorbereitung dauert die Untersuchung ca. 20 bis 25 Minuten.

Die Auswertung und Befundung erfolgt in einem zweiten Schritt. Die Anwesenheit des Patienten ist hierzu nicht mehr erforderlich.

Herz-Computertomographie (Kardio-CT)

Wie funktioniert die Kardio-CT?

Die hochauflösende Multislice-Computertomographie ermöglicht die Darstellung der Herzkranzgefäße ohne Kathetereingriff. Wie bei der oben beschriebenen Computertomographie werden mit Hilfe von Hochleistungsrechnern die zunächst erzeugten Querschnittsbilder des erfassten Brustkorbes bzw. Herzens weiterverarbeitet und zu einem dreidimensionalen Datensatz zusammengefügt. So können evtl. vorliegende Veränderungen der Herzkranzgefäße (Verkalkungen, Verengungen usw.) direkt sichtbar gemacht werden.

Die Genauigkeit des Verfahrens für die frühzeitige Erkennung von Gefäßverkalkungen und Verengungen ist mit modernen Geräten und optimalen Untersuchungsbedingungen z.T. bereits mit der Koronarangiographie vergleichbar.

Wann wird eine Kardio-CT durchgeführt?

Die koronare Herzerkrankung (KHK) ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Meist liegt eine unerkannte, schleichende Verengung der Herzkranzarterien oder auch Koronararterien vor.

Vor allem die Darstellung angeborener anatomischer Variationen der Herzkranzgefäße und die Durchgängigkeitsprüfungen von Bypässen (nach OP) sind etablierte Anwendungen. Bei Patienten mit einer niedrigen bis mittleren Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße steht der Ausschluss einer relevanten KHK im Vordergrund. Hier bietet sich eine Computertomographie an.

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Wie bei jeder Computertomographie mit Kontrastmittelsollten die Nierenfunktionswerte und Schilddrüsenparameter vor der Untersuchung vorliegen. Um eine gute und zuverlässige Bildqualität zu erzielen sollte die Herzfrequenz nicht zu schnell sein. Daher werden z.T. Medikamente (Betablocker) verabreicht, die zu einer vorübergehenden Verlangsamung der Pulsrate führen. Entsprechende Kontraindikationen gegen solche Medikamente müssen beachtet werden. Direkt vor der Untersuchung wird ein Spray (Nitro) sublingual in den Mund verabreicht, um eine bessere Beurteilbarkeit der Herzkranzgefäße zu erreichen.

Die Auswertung und Befundung der Untersuchung erfolgt gesondert im Anschluss an die CT- Untersuchung. Die Anwesenheit des Patienten ist hierzu nicht mehr erforderlich. Der Befund liegt in der Regel ca. 1 Tag nach der Untersuchung vor.

Wie bereits erwähnt sollten aufgrund der Kontrastmittelgabe die Nierenwerte und Schilddrüsenparameter vorliegen. Die üblichen Medikamente (z.B. Blutdrucktabletten und insbesondere Betablocker) können wie immer eingenommen werden. Ansonsten wird die Untersuchung nüchtern (4 Stunden zuvor nichts essen) durchgeführt. Bei Gabe von Betablockern während der Untersuchung muss beachtet werden, dass der Patient nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen sollte und insbesondere nicht selbst Autofahren darf.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt in Rückenlage auf einem Untersuchungstisch. Es werden Elektroden zur Ableitung des EKG´s angelegt und zunächst Atemübungen durchgeführt. Die Untersuchung selbst erfolgt im Atemstillstand über ca. 10 bis 15 Sekunden. Direkt vor der Untersuchung wird ein Spray (Nitro) sublingual in den Mund verabreicht um eine bessere Beurteilbarkeit der Herzkranzgefäße zu erreichen.

Während der Kontrastmittelinjektion, welche über eine großlumige Vene in der Ellenbeuge erfolgt, verspüren viele Patienten, insbesondere durch die schnelle Fliessgeschwindigkeit des Kontrastmittels ein Wärmegefühl und z.T. einen metallischen Geschmack im Mund. Beides ist völlig harmlos und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.

Die gesamte Untersuchungsdauer beträgt ca. 15 bis 20 min (inklusive Vorbereitung). Die Auswertung und Befundung erfolgt im Anschluss an die Untersuchung wozu die Anwesenheit des Patienten nicht mehr erforderlich ist.

Kernspintomographie (MRT)

Wie funktioniert die Kernspintomographie?

Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, ist eine Technik zur Darstellung innerer Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Einer Strahlenbelastung, wie zum Beispiel bei der Computertomographie oder bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung, ist der Untersuchte hierbei nicht ausgesetzt.

Die Funktionsweise eines MRT ist sehr komplex. Eine genaue Funktionsbeschreibung kann an dieser Stelle nicht erfolgen. Dennoch soll hier eine kurze Erläuterung der grundlegenden Funktionsprinzipien erfolgen, ohne auf physikalische Details näher einzugehen.

Der menschliche Organismus besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser, also einer Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff (chemische Formel: H2O). Wasserstoff ist somit das überwiegende Element im Körper. Die positiv geladenen Kerne der Wasserstoffatome sind in allen Geweben genug vorhanden und können "magnetisiert" werden. Je lockerer ein Körpergewebe ist, desto mehr Wasser bzw. Wasserstoff enthält es. Die Wasserstoffatome sind normalerweise im Körper völlig ungeordnet. Das im Kernspintomographen bestehende starke Magnetfeld vermag es jedoch, die Wasserstoffatome ähnlich einer Kompassnadel in eine bestimmte Richtung auszurichten. Hochfrequente Radiowellen, die vom MR-Tomographen kurzzeitig erzeugt werden, führen dazu, dass deren Energie von den Atomen aufgenommen wird. Die Atome werden dadurch kurz aus ihrer erzwungenen Lage ausgelenkt. Nach dem Abschalten der Radiowellen springen die Wasserstoffatome sofort wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück. Dabei geben die Atome die aufgenommene Energie in Form schwacher Radiowellen wieder ab, welche mittels hochempfindlicher Antennen aufgefangen werden. Mit Hilfe eines leistungsfähigen Computers wird aus einer Vielzahl solcher Signale ein Schnittbild der untersuchten Körperregion erstellt. Diese Bilder können ohne Änderung der Position des Patienten im Gerät in unterschiedlichen Schnittebenen erzeugt werden.

Das technische Prinzip wurde 1946 von Bloch und Purcell unabhängig voneinander entdeckt. Die Weiterentwicklung zu einer Technik in der medizinischen Bildgebung wurde im Wesentlichen durch P. Lauterbur und P. Mansfield im Jahr 1973 vorangetrieben und 2003 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. In der Medizin praktisch angewendet wird das Verfahren seit etwa 1984.

Wann wird eine Kernspintomographie durchgeführt?

Die Gründe für die Durchführung einer Kernspintomographie sind sehr vielfältig. Mittels der Kernspintomographie gelingt eine sehr genaue und differenzierte Darstellung aller Körpergewebe, vor allem der Weichteile, Organe, Gelenkknorpel, Bandscheiben, Menisken, Gehirn etc.. Auch erlaubt es eine detaillierte Darstellung von Gefäßstrukturen im gesamten Körper.
Die MRT-Untersuchung des Herzens dient vor allem zur Beurteilung der Herzfunktion, der Durchblutung des Herzmuskels und der Darstellung von Narben z.B. nach Herzinfarkt oder nach einer Entzündung des Herzmuskels.

Generell nur eingeschränkt darstellbar sind Gewebsstrukturen mit geringem Wasseranteil, wie z.B. Knochen oder luftreiche Regionen wie die Lunge.

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Vor der Untersuchung müssen Schmuck, Uhren und alle weiteren metallischen Gegenstände abgelegt werden, da diese sonst in das sehr starke Magnetfeld des Kernspintomographen gelangen könnten. Kredit- oder Chipkarten enthalten einen magnetischen Speicher, welcher eventuell gelöscht wird und dürfen nicht in den Untersuchungsraum.

Patienten mit Herzschrittmacher, künstlichen Herzklappen oder anderen metallischen Implantaten oder Fremdkörpern wie Metallsplitter im Körper müssen dies dem behandelten Arzt bzw. betreuenden Personal vor der Untersuchung mitteilen, da die MRT-Untersuchung in diesem Fall eventuell nicht durchgeführt werden kann. Bitte bringen sie möglichst ihren Implantatpass bzw. Gerätepass mit.

Patienten mit Platzangst sollten dies ebenfalls dem behandelten Arzt bzw. betreuenden Personal vor der Untersuchung mitteilen. Bei Bedarf kann vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung selbst erfolgt in einer Art Röhre, die der Magnet umschließt. Der Patient wird auf einer Liege in diese Röhre gefahren, er bleibt durch eine Gegensprechanlage mit der MTRA in Kontakt. Je nach zu untersuchendem Körperabschnitt ist es nicht immer notwendig, komplett in das Gerät gefahren zu werden, so dass zum Beispiel bei einer Knieuntersuchung nur die Beine innerhalb der Röhre sein müssen.

Ihre Mitarbeit trägt in großem Maße zum Gelingen der Untersuchung bei!

Sie sollten versuchen, während der Untersuchung ruhig zu liegen und nach Möglichkeit den Atemkommandos des Untersuchers zu folgen, um Aufnahmen hoher Qualität und so eine sichere Diagnosestellung zu ermöglichen.

Während der Aufnahme der Bilder erzeugt das Gerät laute Klopfgeräusche. Deshalb wird dem Patienten ein Kopfhörer aufgesetzt. Ferner erhält man eine Klingel, um sich bei Bedarf bemerkbar zu machen. Der Untersuchungsraum ist über Mikrophon mit der Bedienkonsole verbunden, eine Kommunikation zwischen Patient und Personal ist jederzeit möglich.

Bei bestimmten Fragestellungen ist es notwendig ein Kontrastmittel über eine Armvene zu verabreichen. Die Kontrastmittel sind nicht jodhaltig wie bei einer Computertomographie sondern enthalten paramagnetische Substanzen, z.B. Gadolinium die in der Regel sehr gut verträglich sind. Über eventuell auftretende Nebenwirkungen informiert der behandelnde Arzt oder das Fachpersonal. Viele Untersuchungen können auch ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.
Die Untersuchung dauert in Abhängigkeit von der Körperregion zwischen 20 und 45 Minuten.

Bis heute ist auch nach vielen Millionen Untersuchungen keine Nebenwirkung der Kernspintomographie bekannt.
Bei Schwangeren wird sehr sorgfältig abgewogen, ob die Untersuchung durchgeführt werden kann.
Nach der Untersuchung ist keine weitere Liegezeit notwendig.

Patienten, die ein Beruhigungsmittel eingenommen haben, sollten im Anschluss nicht selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen und müssen von einer Begleitperson abgeholt werden.

Herz-Kernspintomographie (Kardio-MRT)

Herzschlag

Ein Magnetresonanztomograph (MRT) produziert mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen Daten, die per Computer in Bilder übersetzt werden.

Im Folgenden wollen wir Ihnen über diese Fragen Auskunft geben:

  • Wie funktioniert die Kardio-MRT?
  • Wann wird eine Kardio-MRT durchgeführt?
  • Welche Vorteile hat die Kardio-MRT?
  • Was ist vor der Untersuchung zu beachten?
  • Wie läuft die Untersuchung ab?

Wie funktioniert die Kardio-MRT

Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, ist eine Technik zur Darstellung innerer Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Einer Strahlenbelastung, wie zum Beispiel bei der Computertomographie oder bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung, ist der Untersuchte hierbei nicht ausgesetzt.

Die Funktionsweise eines MRT ist sehr komplex. Eine genaue Funktionsbeschreibung kann an dieser Stelle nicht erfolgen. Dennoch soll hier eine kurze Erläuterung der grundlegenden Funktionsprinzipien erfolgen, ohne auf physikalische Details näher einzugehen.

Der menschliche Organismus besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser, also einer Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff (chemische Formel: H2O). Wasserstoff ist somit das überwiegende Element im Körper. Die positiv geladenen Kerne der Wasserstoffatome sind in allen Geweben genug vorhanden und können "magnetisiert" werden. Je lockerer ein Körpergewebe ist, desto mehr Wasser bzw. Wasserstoff enthält es. Die Wasserstoffatome sind normalerweise im Körper völlig ungeordnet. Das im Kernspintomographen bestehende starke Magnetfeld vermag es jedoch, die Wasserstoffatome ähnlich einer Kompassnadel in eine bestimmte Richtung auszurichten. Hochfrequente Radiowellen, die vom MR-Tomographen kurzzeitig erzeugt werden, führen dazu, dass deren Energie von den Atomen aufgenommen wird. Die Atome werden dadurch kurz aus ihrer erzwungenen Lage ausgelenkt. Nach dem Abschalten der Radiowellen springen die Wasserstoffatome sofort wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück. Dabei geben die Atome die aufgenommene Energie in Form schwacher Radiowellen wieder ab, welche mittels hochempfindlicher Antennen aufgefangen werden. Mit Hilfe eines leistungsfähigen Computers wird aus einer Vielzahl solcher Signale ein Schnittbild der untersuchten Körperregion erstellt. Diese Bilder können ohne Änderung der Position des Patienten im Gerät in unterschiedlichen Schnittebenen erzeugt werden.

Das Grundproblem der Herzbildgebung in der Kernspintomographie bestand viele Jahre in den langen Untersuchungszeiten von mehreren Minuten pro Schicht auf der einen und der Bewegung des Herzens auf der anderen Seite. Die weitere Entwicklung der Gerätetechnologie insbesondere der letzten Jahre ermöglicht es nun jedoch, eine Schicht des schlagenden Herzens auch innerhalb einer Atemanhaltephase aufzunehmen. Ferner ist es möglich, das pumpende Herz in seiner Dynamik darzustellen. Die Kardio-MRT ist heutzutage als neues, nichtinvasives Verfahren bei zahlreichen kardiologischen Erkrankungen etabliert und stellt in einigen Bereichen das beste diagnostische Verfahren dar.

Wann wird eine Kardio-MRT durchgeführt?

Die Kardio-MRT bietet neben der rein anatomischen Darstellung des Herzens die Möglichkeit zu einer funktionellen Beurteilung des Herzmuskels und der Herzklappen. Parameter wie Schlagvolumen oder Auswurffraktion sowie die Volumina der einzelnen Herzhöhlen können mit hoher Genauigkeit ermittelt werden. Mit Hilfe von Perfusionsmessungen sowie Wandbewegungsanalysen unter durch Medikamente erzeugten Stressbedingungen sind mit der MRT entscheidende Rückschlüsse auf die Durchblutungsverhältnisse des Herzmuskels möglich.
Mittels Kardio-MRT gelingt es verlässlich, vitales von infarziertem, narbigem Herzmuskelgewebe zu differenzieren, was eine wichtige Information vor z.B. einer geplanten Bypass-OP oder Stent-Implantation ist.
Auch stellt die Kardio-MRT ein wichtiger Baustein bei der Diagnose und Beurteilung angeborener sowie erworbener Herzfehler dar. Weitere Einsatzbereiche stellen entzündliche Erkrankungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels oder nichtischämische Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) dar.
Die Darstellung von Herztumoren sowie von Blutgerinnseln innerhalb der Herzhöhlen sind weitere Domänen der Kardio-MRT. Mit Hilfe der nicht-invasiven MR-Angiographie können innerhalb weniger Minuten die großen Gefäße des Brustkorbes sichtbar gemacht werden.

Im Einzelnen bestehen vor allem bei folgenden Erkrankungen Indikationen zur Kardio-MRT:

  • Koronare Herzerkrankung (KHK)
  • Angeborene Herzfehler, Herzklappenfehler
  • Nichtischämische Kardiomyopathien
  • Entzündliche Herzmuskelerkrankungen
  • Herztumoren
  • Blutgerinnsel (Thromben) im Bereich des Herzens
  • Erkrankungen der großen Gefäße des Brustkorbes

Die nichtinvasive Darstellung der Herzkranzgefäße ist mit Hilfe des MRT zwar prinzipiell möglich, derzeitig jedoch noch nicht etabliert. Hierfür steht mit der Computertomographie des Herzens ein robustes und stabiles Verfahren zur Verfügung.

Welche Vorteile hat die Kardio-MRT?

Eine MRT- Untersuchung des Herzens verursacht im Gegensatz zu einer Herzkatheteruntersuchung oder zu einer Computertomographie des Herzens keine Strahlenbelastung, da nicht mit energiereichen Röntgenstrahlen gearbeitet wird. Eine eventuell notwendige Kontrastmittelgabe kann über eine Armvene erfolgen. Eine mit einem eventuell zusätzlichen Risiko behaftete arterielle Punktion z.B. in der Leistenregion, wie sie für eine Herzkatheteruntersuchung nötig ist, ist nicht notwendig.
Die verwendeten, nicht jodhaltigen MR-Kontrastmittel unterscheiden sich deutlich von den beim Herzkatheter oder der Computertomographie verwendeten, jodhaltigen Kontrastmitteln. Allergische Reaktionen sind extrem selten, auch eine Schilddrüsenüberfunktion stellt keine Kontraindikation dar. Schnittbilder können in jeder beliebigen Richtung erzeugt werden. Strukturen wie der knöcherne Brustkorb oder die Lunge stellen im Gegensatz zur Echokardiographie kein Hindernis dar.
Mit Hilfe der Perfusionsmessung unter Stress-Stimulation durch Medikamente ist bereits sehr frühzeitig eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels zu erkennen.

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Vor der Untersuchung müssen Schmuck, Uhren und alle weiteren metallischen Gegenstände abgelegt werden, da diese sonst in das sehr starke Magnetfeld des Kernspintomographen gelangen könnten. Kredit- oder Chipkarten enthalten einen magnetischen Speicher, welcher eventuell gelöscht wird.
Patienten mit Herzschrittmacher, künstlichen Herzklappen oder anderen metallischen Implantanten im Körper müssen dies dem behandelten Arzt vor der Untersuchung mitteilen, da die MRT-Untersuchung in diesem Fall eventuell nicht durchgeführt werden kann.
Vor der Untersuchung sollte man nüchtern sein und je nach Fragestellung Beta-Blocker absetzen. Der Patienten wird vom Radiologe bzw. dem Fachpersonal individuell darüber informiert.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Ihre Mitarbeit trägt in großem Maße zum Gelingen der Untersuchung bei! Sie sollten versuchen, während der Untersuchung ruhig zu liegen und nach Möglichkeit den Atemkommandos des Untersuchers zu folgen, um Aufnahmen hoher Qualität und so eine sichere Diagnosestellung zu ermöglichen. Die Kardio-MRT ist eine aufwändige Untersuchung, abhängig von der Fragestellung muss mit Untersuchungszeiten zwischen 40-60 Minuten gerechnet werden. Zunächst erfolgt das Anbringen von EKG-Elektroden und der sog. Spule auf dem Brustkorb. Die Untersuchung selbst erfolgt in einer Art Röhre, die der Magnet umschließt. Der Patient wird in Rückenlage in diese Röhre gefahren, er bleibt durch eine Gegensprechanlage mit der MTRA in Kontakt. Das starke Magnetfeld wird vom Patienten nicht wahrgenommen und verursacht keine Schmerzen oder Unwohlsein. Der Patient hört über Kopfhörer die Anweisungen des Untersuchers (z.B. die Luft anzuhalten). Sie dienen darüber hinaus als Schallschutz, da das Gerät während der Untersuchung unterschiedliche Klopf- und Brummgeräusche erzeugt.
Um ein Schnittbild des schlagenden Herzens zu erzeugen, muss während der Untersuchung ein Elektrokardiogramm (EKG) abgeleitet werden. Das Gerät erkennt so den Rhythmus des Herzschlages und ist in der Lage, Bildfragmente aus mehreren Herzschlägen zu einem vollständigen statischen oder dynamischen Bild zusammenzusetzen. Um Bewegungen und daraus resultierende Bildungsschärfen zu vermeiden, muss der Patient während der Messungen wiederholt nach einem Atemkommando für ca. 10-15 Sekunden die Luft anhalten. Nach der Untersuchung ist keine weitere Liegezeit notwendig. Die Auswertung und Befundung erfolgt im Anschluss an die Untersuchung, wozu die Anwesenheit des Patienten nicht mehr erforderlich ist.

Durchleuchtung

Wie funktioniert die Durchleuchtung?

Ähnlich wie bei der konventionellen Radiographie wird mittels einer Röntgenröhre, die sich unter oder über dem Untersuchungstisch befinden kann, Röntgenstrahlung erzeugt.

Über Blendensysteme werden die Strahlen auf die zu untersuchende Körperregion eingeengt, um die Strahlenbelastung für nicht zu untersuchende Körperregion zu minimieren.

Die Röntgenstrahlen werden im Körper durch die unterschiedlichen Gewebe entsprechend ihrer physikalischen Eigenschaften mehr oder weniger stark abgeschwächt. Kompaktes Gewebe wie Knochen oder Fremdmaterialien (z.B. Prothesen) oder auch Kontrastmittel weisen eine sehr hohe Dichte auf und absorbieren einen hohenStrahlenanteil, während beispielsweise Lungengewebe aufgrund seines hohen Luftanteils nur eine geringe Absorption zeigt.

Auf der Gegenseite werden die Strahlen von einem speziellen Detektor erfasst und anschließend in ein Videosignal umgewandelt, so dass der Arzt am Bildschirm bewegte Bilder betrachten kann.


Wann wird eine Durchleuchtung durchgeführt?

Der Haupteinsatzbereich der Durchleuchtung liegt in der Untersuchung des Magen-Darm-Traktes, aber auch in der urologischen Diagnostik und in der Darstellung von Gefäßen kommt die Durchleuchtungsuntersuchung zur Anwendung

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Bei einigen der Untersuchungen sind spezielle Vorbereitungen seitens des Patienten notwendig. Hierzu zählen vor allem bei Untersuchungen des Dick- und Enddarms vorherige Abführmaßnahmen. Über die entsprechenden Vorbereitungen wird Sie ihr zuweisender Arzt unterrichten und entsprechende Maßnahmen ggf. nach Rücksprache einleiten.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Das umfangreiche Spektrum an Durchleuchtungsuntersuchungen verhindert eine detaillierte Darstellungen der Untersuchungsabläufe auf dieser Seite. 

Bei vielen Untersuchungen kommt es zum Einsatz von Kontrastmitteln. Bei der Untersuchung des oberen Verdauungstraktes wird in der Regel ein flüssiges, neutral schmeckendes Kontrastmittel vom Patienten geschluckt. Harntraktdarstellungen erfordern meist das Legen  eines Blasenkatheters. Jodhaltiges, wasserlösliches Kontrastmittel kommt zur Darstellung von Fisteln oder zum Ausschluss von Perforationen zum Einsatz.

Donauklinik Neu-Ulm


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